Nachhaltig denken und lenken

Krasimira Nevenova, www.fotolia.de (2014)

Kein Tag vergeht mehr, an dem Unternehmen nicht auf ihr ökologisches und soziales Engagement hinweisen. Das Thema Nachhaltigkeit ist auch im Maschinenbau längst angekommen und hat in vielen Unternehmen seinen exponierten Platz.

Nachhaltigkeit – Modebegriff oder ernstgemeintes Handlungsprinzip?

Kein Tag vergeht mehr, an dem Unternehmen nicht auf ihr ökologisches und soziales Engagement hinweisen. Das Thema Nachhaltigkeit ist auch im Maschinenbau längst angekommen und hat in vielen Unternehmen seinen exponierten Platz. Auf ihren Internetseiten präsentieren die Unternehmen gern ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit.

Es werden Projekte vorgestellt, die auf Umweltschutz, Sozialverträglichkeit und Ressourcenschonung ausgerichtet sind. Die Bandbreite der Projekte reicht von der Forschung zur Minimierung des Rohstoffeinsatzes in der Produktion bis hin zur Einrichtung eines Betriebskindergartens - alles natürlich nachhaltig.

Gefahr der Grünfärberei

Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die viel bemühte Nachhaltigkeitsstrategie oftmals als Feigenblatt für die Unternehmen und hat kaum Einfluss auf das Kerngeschäft. Sie dient häufig als dekoratives Beiwerk und zur Zierde der Unternehmensseiten im Internet. Kein Wunder, denn der Begriff Nachhaltigkeit ist zwar positiv aufgeladen, aber wenn es um konkretes Handeln geht, kommt es eben genau zu der Herausforderung, die den Kern der Nachhaltigkeit definiert: Ökonomischer Erfolg im Einklang mit Umwelt und Gesellschaft. Und somit gewinnt der Unternehmensalltag in unserer hochdifferenzierten Geschäfts- und Arbeitswelt eine neue Portion an Komplexität. Vieles was heute mit dem Modewort „nachhaltig" geschmückt wird, ist substanzlos und letztendlich nur „greenwashing".

Keinen Stillstand zulassen

Eine ernstgemeinte Nachhaltigkeitsstrategie ist Teil der Agenda des Topmanagements eines Unternehmens. Sie formuliert Unternehmensziele und muss in das Tagesgeschäft hinein getragen werden. Wichtig ist eine Bedeutung und Anwendung für die gesamte Wertschöpfungskette, nicht nur für einen Bruchteil des Unternehmens. Aber dies passiert nicht über Nacht, sondern ist vielmehr ein Prozess. Ein Prozess in dem das Management alle Beteiligten abholt, um gemeinsam an einem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen zu arbeiten. Ein Prozess, in dem es oft darum geht mit weniger mehr zu erreichen und der einen Wandel in der Unternehmenskultur einleitet.

Ob und inwieweit deutsche Hersteller von Industriearmaturen dem Anspruch einer nachhaltigen Ausrichtung gerecht werden, thematisiert diese Seite. Geschäftsführer unterschiedlichster Unternehmen erläutern ihre Sicht der Dinge, beschreiben Wege und Ziele ihrer "Nachhaltigkeitsreisen". Hier erfährt man, auf welche Strategien die deutsche Armaturenindustrie setzt, auf was die Unternehmen bei ihren Lieferanten achten und wie Nachhaltigkeit in der Branche als Wettbewerbsfaktor dienen kann.

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