Wohnungsbau in den westlichen Nachbarländern mit Perspektiven

Die westlichen Anrainerländer Deutschlands Belgien, Frankreich und Niederlande bieten in den kommenden Jahren weiterhin gute Absatzpotenziale für die deutsche Sanitär- und Heizungsarmaturenbranche.

Insbesondere die Bauwirtschaft in den benachbarten Niederlanden soll bis 2021 kontinuierlich kräftig zulegen. Dem Wohnungsbau wird nach einigen erfolgreichen Jahren ein weiteres solides Wachstum von 5 % p.a. vorausgesagt und auch der Nicht-Wohnungsbau soll 2019 und 2020 um 6,5% zunehmen. Ähnlich wie in Deutschland bereitet jedoch der um sich greifende Fachkräftemangel den Bauunternehmern zunehmend Schwierigkeiten, die hohe Nachfrage zu bedienen. Die Marktentwicklung im Wohnungsbau bestimmen Trends wie die zunehmende Anzahl kleiner Haushalte, barrierefreie Wohnungen und Energieeffizienz. Auch der Renovierungsmarkt ist entsprechend im Aufwind.

Weniger dynamisch, aber dennoch deutlich aufwärts geht die Entwicklung für Belgiens Wohnungs- und Wirtschaftsbau. Beide Bereiche profitieren von der aktuell gut laufenden Binnenwirtschaft. Die unterschiedliche regionale Wirtschaftskraft Belgiens spiegelt sich im Gebäudebedarf wider. So rechnet Belgiens Dachbauverband damit, dass in Flandern von 2020 bis 2030 jährlich im Schnitt 16.771 neue Wohnungen zu bauen sind. In Wallonien sind es dagegen 12.402 und in Brüssel 3.038 Einheiten.

In Frankreich dürfte der Wohnungsbau in den nächsten Jahren etwas schwächeln. Zuwächse werden jedoch im Wirtschaftsbau sowie im Renovierungsgeschäft erwartet, das aktuell durch staatliche Fördermaßnahmen für energetische Renovierungen gestützt wird.

Weitere Informationen zur Entwicklung der Bauwirtschaft in Europa finden Sie im EUROCONSTRUCT-Report hier.

Quellen: Euroconstruct Juni 2019 / gtai

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