Baubranche mit Wachstumschancen in einzelnen Ländern

Zwar schwächt sich das weltweite Wachstum des Bausektors in den nächsten Jahren etwas ab. Dennoch bieten einzelne Märkte, wie die aktuellen gtai-Länderberichte zeigen, Perspektiven.

Die Baubranche in Russland profitiert derzeit von einem groß angelegten Infrastrukturplan der Regierung. So will Moskau bis 2021 allein 6,5 Milliarden Euro in den Bau neuer Wohnungen und die Modernisierung der Infrastruktur investieren. Der Wohnungsbau verzeichnete im laufenden Jahr bereits ein deutliches Plus. In Moskau und Sankt Petersburg sind in den kommenden Jahren zahlreiche weitere Großprojekte vorgesehen.
 
Auch aus den USA kommen nach wie vor gute Nachrichten. Allerdings wächst die Bauwirtschaft etwas schwächer als im Vorjahr. Entgegen der ursprünglich eher düsteren Prognosen befindet sich der private Wohnungsbau weiterhin im Aufwind. Annähernde Vollbeschäftigung, niedrige Hypothekenzinsen und gestiegene Durchschnittseinkommen bilden die Basis für eine entsprechend rege Nachfrage. Gleichzeitig verlangsamt sich jedoch der Hotel- und Bürogebäudebau. Im benachbarten Mexiko ist die Lage nicht ganz so gut. Die Bauwirtschaft leidet unter dem unsicheren Investitionsklima und der schwachen Investitionstätigkeit der neuen Regierung. Die schwache Konjunktur schlägt sich auch im Wohnungsbau nieder.

Langsam, aber kontinuierlich verbessert sich die Lage in Brasilien. Mit der gesamtwirtschaftlichen Erholung steigt die Nachfrage nach Wohnungen und Büros. Auch zentral gelegene Einkaufscenter erfreuen sich wieder größeren Zuspruchs. Die Umsätze in diesem Bereich sollen 2019 um 7 Prozent zulegen. 2020 ist der Bau von 18 weiteren Shoppingcenters vorgesehen.

Die Stimmung der Baufirmen in China ist derzeit durchwachsen. Doch trotz der nachlassenden Konjunktur stieg die Produktion im Baugewerbe im ersten Halbjahr 2019 um 7%. Das Wachstum kommt vor allem vom Wohnungsbau (+15%). Insbesondere in den kleinen und mittelgroßen Städten wird derzeit kräftig gebaut. Mittelfristig wird sich die positive Marktentwicklung voraussichtlich fortsetzen, da der Markt – auch mangels Anlagealternativen - noch längst nicht gesättigt ist.

In Indonesien stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. Die Bauwirtschaft gilt als Konjunkturstütze des Landes. Der Ausbau der Infrastruktur hat auch in der zweiten Amtszeit von Präsident Joko Widodo höchste Priorität. Zahlreiche vorgesehene neue Apartments, Bürogebäude und Einkaufszentren bieten Absatzchancen im gehobenen Preissegment. Der Bau der neuen Hauptstadt im Osten von Kalimantan soll schon im nächsten Jahr beginnen.

In den VAE sind die Aussichten derzeit eher verhalten. Perspektiven bietet jedoch noch der Bau von Hotels und Einkaufszentren. Auch die türkische Bauwirtschaft befindet sich nach wie vor in einer Krise. Bedingt durch die Konjunkturflaute ist die Nachfrage nach Wohnraum eingebrochen. Einziger Lichtblick ist der Hotelbau im Süden des Landes. Dank des Erholungskurses der türkischen Tourismusbranche werden wieder hochwertige Hotels errichtet. Außerdem müssen zahlreiche Gebäude aus dem Bestand in den nächsten Jahren modernisiert werden.

Dies und mehr erfährt der Leser in den aktuellen Länderberichten zur Bauwirtschaft, die von Mitgliedsunternehmen des Fachverbandes Armaturen hier exklusiv bestellt werden können.

  • Brasilien
  • China
  • Indonesien
  • Mexiko
  • Russland
  • Türkei
  • USA
  • Vereinigte Arabische Emirate

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