VDMA Workshop 3D-Druck: Genug geredet – wir drucken!

Dr. Sarah Brückner/VDMA

Armaturenindustrie schnuppert 3D-Praxis-Luft beim VDMA im exklusiven Einsteiger-Workshop.

Additive Fertigungsverfahren sind momentan in aller Munde: Die Rede ist von der Revolution der Fertigungsprozesse, dem Umdenken der Konstruktions- und Produktionsverfahren. Auch in der Armaturenbranche gibt es inzwischen erste Anwendungsbeispiele: Von Badewannenarmaturen im Hochpreis-Segment bis hin zu Mischdüsen in der Prozesstechnik.

Zunächst bleibt die Technik jedoch oft noch weit entfernt. Wenn sie eingesetzt wird, dann meist als Sonderverfahren für Prototypen. Die Bauteile werden nicht im eigenen Haus gefertigt und sollen später mit anderen Verfahren produziert werden können.x

Ziel des vom Fachverband Armaturen initiierten Workshops vom 30.08.2017 war daher, den Teilnehmern erste eigene Erfahrungen mit dem Drucken von 3D-Bauteilen zu ermöglichen. Die Vertreter der Mitgliedsunternehmen konnten alle notwendigen Schritte von der CAD Zeichnung zum gedruckten Bauteil selbst durchzuführen.

Ohne Theorie keine Praxis

Aber bevor die Drucker zum Einsatz kamen stand ein Theorieteil auf der Agenda des Workshops. Dr. René Arbter, Experte für 3D-Druck und Materialentwicklung von Metallsystemen bei der BASF, gab einen Überblick über verschiedene Metalldruckverfahren und zeigte die Arbeitsfelder auf, in denen die additive Fertigung heute schon jenseits der Prototypenfertigung sinnvoll eingesetzt werden kann.  

Dr. Arbter betont, dass der Maschinen- und Anlagenbau das volle Potential des Verfahrens zukünftig nur ausschöpfen könne, wenn alte Konstruktionsregeln ad acta gelegt werden und sich eine neue Art zu denken entwickle. Ergänzt wurde der Theorieteil des Workshops von Rainer Gebhardt, der die Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA leitet und viele Anwendungsbeispiele aus dem Maschinenbau mitbrachte.

Dr. Sarah Brückner/VDMA

Im Anschluss wurden die Teilnehmer selbst aktiv und sammelten erste Erfahrung mit Slicer und Drucker. 

Den praktischen Teil leitete Dr. Julian Maximilian Schülein, Research Engineer R&D und Labteamleader bei BASF, an. Neben den Übungsobjekten wurden auch schon erst eigene Teil gefertigt.

Die Vertreter der Mitgliedsunternehmen zogen ein sehr positives Fazit und lobten den direkten Kontakt mit der Technik und den intensiven Austausch mit den Referenten aus der Praxis sehr.

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