Novellierte Trinkwasserverordnung

Shutterstock

Fachverband Armaturen mit erfolgreichem Einspruch

Seit 9. Januar 2018 gilt die Verordnung zur Neuordnung trinkwasserrechtlicher Vorschriften. Die Quintessenz der Änderungen: Verschärfter Verbraucherschutz und mehr Flexibilität für Versorgungsunternehmen. Der VDMA Fachverband Armaturen trug mit seinem Know-how zur Anpassung der Neuordnung bei. 

So wurde auf Anraten der Trinkwasserexperten des VDMA der Passus im vorangegangenen Entwurf geändert, der sich auf die Probenahme der Parameter Nickel, Blei und Kupfer bezog. In diesem war ursprünglich neben der gestaffelten Stagnationsbeprobung die Zufallsstichprobe (Z-Probe) als Messverfahren vorgesehen, um erhöhte Grenzwerte an einer einzelnen Entnahmestelle in einem Gebäude festzustellen. 

Durch die Werte von Z-Proben soll allerdings vorrangig die durchschnittliche Wasserbeschaffenheit in einem Wasserversorgungsgebiet – nicht in einem Gebäude –  ermittelt werden. Die Angaben einer Zufallsstichprobe sollten daher nicht zu einem verbindlichen Maßstab werden, der zu einer fälschlichen Beurteilung einer Trinkwasser-Installation im Haus sowie der dort integrierten wasserführenden Armaturen und Bauteile führen könnte. Hier erweist sich die gestaffelte Stagnationsbeprobung als Methode der Wahl.

Das Gesundheitsministerium ist dieser Position gefolgt und hat in der novellierten Trinkwasserverordnung die Z-Probe nicht mehr als Maßstab zur Ermittlung einer Grenzwertüberschreitung im Gebäude aufgeführt.

.