Märkte im Brennpunkt

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Hier finden Sie konjunkturelle Kurzprofile von Ländern, die im besonderen Blick der Weltwirtschaft stehen und für die Armaturenindustrie nicht ohne Bedeutung sind.

Russland - Sanktionen belasten Wirtschaft

Russland bleibt als Absatzmarkt attraktiv. Das Geschäftsumfeld bessert sich. Probleme wie Rechtsunsicherheit und der Mangel an qualifizierten Zulieferern und Mitarbeitern bleiben aber. Deutsche Firmen investierten in den ersten neun Monaten 2018 etwa 2,5 Milliarden Euro in neue Produktionsstätten in Russland. Doch die neuen US-Sanktionen nehmen dem Aufschwung den Wind aus den Segeln und schränken die geschäftlichen Aktivitäten auch deutscher Unternehmen ein.

Türkei schlittert in die Stagnation

Die Krise der Lira schlägt auf die türkische Wirtschaft durch. Ihr Wachstum hat sich im dritten Quartal 2018 stark verlangsamt. Ungeachtet dessen kämpft die Türkei derzeit mit einer hohen Inflation. Im Oktober war sie zum ersten Mal seit 15 Jahren auf mehr als 25 Prozent angestiegen. Zwar sank die Teuerungsrate zuletzt leicht, allerdings liegt sie noch immer bei 21,6 Prozent. Hintergrund ist der dramatische Kursverfall der türkischen Lira. Die Währung hat binnen einem Jahr mehr als 40 Prozent ihres Werts im Verhältnis zum Euro verloren. Um die Lira zu stabilisieren und die stark anziehende Inflation zu bremsen, hat die türkische Zentralbank zuletzt die Zinsen für die Kreditvergabe drastisch erhöht. Das belastet Banken und Konzerne. Viele junge, gut ausgebildete Menschen verlassen das Land.

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