BIM mit VDI 3805 - machbar und kein Hexenwerk

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VDMA Armaturen informiert über BIM und elektronischen Produktdatenaustausch. Building Information Modeling wird immer wichtiger, die damit zusammen hängenden Fragen allerdings nicht weniger. Das überrascht, denn weite Teile der Armaturenindustrie leisten mit der Richtlinie VDI 3805 schon seit Jahren einen Kernbeitrag zum elektronischen Produktdatenaustausch.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung erläuterte der Fachverband am 19.09.2019 den aktuellen Stand in Sachen BIM und VDI 3805. Darüber hinaus zeigten Experten, wie man beide Themen miteinander verknüpfen und in der Praxis mittels VDI 3805 BIM „machen kann“. Denn eines wurde in diesem Zusammenhang klar: Die Normungsgremien, die sich auf nationaler und internationaler Ebene mit BIM befassen, erstellen lediglich eine Struktur, wie Daten angelegt und verwaltet werden sollten. Welche Angaben konkret wie aufbereitet werden könnten, um BIM-fähige Produktdaten zu generieren, ist der Industrie jedoch selbst überlassen.

Diese hat mit der VDI-Richtlinie und insbesondere mit dem Blatt 17 bereits eine Plattform geschaffen, um Trinkwasserarmaturen für den elektronischen Produktdatenaustausch zu erfassen und auf dieser Basis BIM-Daten zur Verfügung zu stellen – so wie es bei Heizungsarmaturen (Blatt 2) seit vielen Jahren in der Praxis von Planern genutzt wird. Voraussetzung dafür ist allerdings die aktive Mitarbeit der Industrie, deren Know-how zur Definition von Datenmodellen und Armaturen-Attributen unerlässlich ist. Alle Referenten warben daher für eine stärkere Beteiligung der Sanitärarmaturenindustrie im VDMA Arbeitskreis VDI 3805.

Und auch in diesem Punkt bestand Einigkeit: BIM ist kein Hexenwerk – die Industrie hat die Umsetzung in der eigenen Hand und sollte selbst Vorgaben machen, bevor es Andere für sie tun.

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