Arbeitsgemeinschaft Sanitärarmaturenindustrie gegen EU-Überregulierung

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Pressekonferenz am 30.10.2019

Die Anforderungen an die Sanitärarmaturen im Spannungsfeld zwischen europäischen und nationalen technischen Vorgaben werden immer aufwendiger, undurchschaubarer und finanziell unkalkulierbarer. Dies konstatierte die Arbeitsgemeinschaft Sanitärarmaturenindustrie (AGSI) im Rahmen ihrer jährlichen Pressekonferenz in Frankfurt am 30.Oktober 2019.

Insbesondere die europäische Chemikalienverordnung REACH, ein aktuelles Beispiel für die Überregulierungstendenzen in der EU, erweise sich als existenzielle Bedrohung für die deutsche Sanitärarmaturenindustrie. Mit ihren Verwendungsverboten, die derzeit für die Stoffe Chrom VI und Blei verhandelt werden, könnte sie ganze Industriezweige dazu veranlassen, in Länder abzuwandern, die nicht den europäischen Richtlinien folgen müssten. Die innovative und nachhaltige heimische Produktion müsste in der Folge aufgegeben werden.

Daher fordern die Sanitärarmaturenhersteller ein Ende der Überregulierung in der europäischen Union und stattdessen eine europäische Harmonisierungspolitik, die auf anerkannte nationale Regeln, etwa bei Materialanforderungen, zurückgreift.

Im Rahmen ihrer Pressekonferenz unterstrich die AGSI diese Positionen und wies zudem auf die Widersprüche zwischen nationalen und internationalen Anforderungen und dem damit verbundenen Gefahrenpotenzial für die Branche hin.

Bildquelle: VDMA Armaturen
Pressekonferenz der AGSI: AGSI-Mitglieder im Gespräch mit den Journalisten