Armaturen für heute und morgen

Die deutsche Gebäudearmaturenindustrie präsentiert sich auf der ISH digital 2021 mit den Top-Themen Digitalisierung, Hygiene sowie sauberes Trinkwasser in Deutschland und Europa.

Industrie 4.0, Building Information Modelling, Smart Home: Die Digitalisierung macht weder in der Industrie noch im Gebäude halt. Zwischen den eigenen und den fremden vier Wänden sind es intelligente Sanitärarmaturen, die Maßstäbe setzen. 

Smarte Technologien sorgen für Sicherheit

Dabei ist der Kundenwunsch das Maß aller Dinge – zum Beispiel im Bereich der Sicherheit. Registriert etwa der Sensor in der Leitung einen Wasserverlust, so veranlasst er, dass sich das Absperrventil schließt und kein weiteres Wasser austreten kann. Und nicht nur das: Intelligente Sanitärkonzepte ermöglichen es, dass der Haueigentümer automatisch eine Information auf sein Smartphone erhält, sobald ein ungewöhnlich hoher Wasserverbrauch festgestellt und die Leitung abgesperrt wurde. 

Das Corona-Virus hat nicht nur unser Leben lahm gelegt. Auch das Trinkwasser war weit weniger in Bewegung als sonst. Da viele Einrichtungen geschlossen oder Büros nur teilweise besetzt waren, bzw. immer noch sind, ist in den Leitungen kein Wasser oder nur noch sehr wenig geflossen. Das Problem: Wenn Wasser stagniert, können sich Biofilme bilden, die einen potenziellen Nährstoff für gesundheitsgefährdende Keime und Bakterien darstellen. 

Trinkwasserqualität per Klick

Wer dem vorbeugen will, der muss auch in nicht oder kaum noch genutzten Gebäuden dafür sorgen, dass ein zentraler Grundsatz der Hygiene eingehalten wird: Wasser muss fließen. In diesem Zusammenhang erlauben es App-gesteuerte Hygienesysteme, dass die Trinkwasserinstallation regelmäßig oder auch spontan durchgespült wird, um die Bildung von Keimen und Bakterien zu verhindern. Hierzu langt schon ein Klick auf der App des Herstellers und schon starten Antriebe, bewegen sich Ventile und öffnen sich Armaturen. Auch die Temperatur lässt sich dadurch regulieren, was wiederum Spülungen mit Heißwasser ermöglicht. Mit diesen Maßnahmen lässt sich insbesondere die Gefahr von Legionellen bekämpfen, die sich bevorzugt im 25 bis 55 Grad warmen Wasser vermehren.

Bedienkomfort kommt nicht zu kurz

Vernetzte Armaturen sorgen aber auch für Komfort, der das alltägliche Leben erleichtert. So können Badewannen per Mausklick in der gewünschten Temperatur aufgefüllt werden, während Smart Control-Lösungen in der Küche heißes Wasser in der gewünschten Menge aus der Armatur fließen lassen.

Ermöglicht wird dies alles durch den Erfindungsreichtum und die Innovationskraft der Markenhersteller, die längst nicht mehr nur die Armatur an sich, sondern gleich das ganze System der Trinkwasserinstallation im Blick haben. Was das im Einzelnen bedeutet vermitteln die Hersteller auf der ISH digital.

Sauberes Trinkwasser für ganz Europa

Design, Funktionalität, Effizienz und Qualität gehören zu den maßgeblichen Auswahlkriterien beim Kauf einer Armatur. Die deutschen Markenhersteller sehen sich insoweit höchsten Ansprüchen verpflichtet. Vor allem aber eint sie ein Ziel: Ihr Einsatz für sauberes Trinkwasser, und das nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa.

Eigentlich ist alles klar: Die Europäische Trinkwasserrichtlinie regelt die Details und schreibt dabei unter anderem vor, welche Stoffe in welchen Mengen maximal aus einer Trinkwasserinstallation an das Trinkwasser abgegeben werden dürfen. Umgesetzt wird dies durch nationale Gesetzgebung wie etwa die deutsche Trinkwasserverordnung, die zudem Positivlisten für Werkstoffe in Kontakt mit Trinkwasser vorsieht.

Einheitliche Anforderungen für mehr Vergleichbarkeit

Ungeachtet dessen gibt es in Europa aber nach wie vor unterschiedliche Ansichten über einzuhaltende Standards mit der Folge, dass bewährte nationale Vorschriften und technische Standards hinfällig werden könnten. Der VDMA setzt sich daher seit Jahren nachdrücklich für die Harmonisierung der Anforderungen an Stoffe, Materialien und Produkte in Kontakt mit Trinkwasser ein und verweist auf die bereits von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden gemeinsam vorgelegten Werkstoffpositivlisten. Diese würden betroffenen Unternehmen nicht nur Planungssicherheit geben, sondern auch die europäische Suche nach der Trinkwasserhygiene deutlich erleichtern.

Die Markenhersteller präsentieren sich mit ihren Ideen und Konzepten zu diesen vielfältigem Themenspektrum auf der diesjährigen digitalen ISH. Lassen Sie sich überraschen! 

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